Resilienz stärken – Entschleunigung in Krisenzeiten

Schon vor der Krise war das Wort Entschleunigung Tabu und strapazierten viele Führungskräfte ihre Kräfte. Sie lebten oft in einem völligen Widerspruch zu ihren Werten und Bedürfnissen und probierten Sinn in dieser turbulenten Arbeitswelt zu suchen.

Diejenigen die in der Lage sind von Zuhause aus zu arbeiten, werden nun öfter mit der Situation konfrontiert werden, dass ihre Grenze zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen.

Für diejenigen, die am Rande des Burn-outs sind, spitzt sich die Lage zu und sie laufen Gefahr, in die Burn-Out-Spirale zu fallen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Warnsignale zu erkennen, um präventiv gegen Burnout vorgehen zu können, bevor es zu spät ist.

Viele Menschen unterschätzen den eigenen Einfluss, den sie auf ihr Wohlbefinden ausüben.

Stress identifizieren

Ein Leben ohne Stress kann sehr schnell langweilig werden. Ein Leben mit viel Stress kann jedoch sehr anstrengend sein. Es ist daher wichtig, den goldenen Mittelweg zu finden. Gleichzeitig ist es notwendig zu identifizieren, was konkret in Ihrem Leben Stress verursacht und was für Sie positiver oder negativer Stress bedeutet.

  • Welche stressigen Situationen empfinden Sie als positiv, welche als negativ?
  • Welchen Unterschied sehen Sie zwischen den beiden Zuständen?
  • Wo liegen in beiden Situationen die Stressoren: im inneren oder im äußeren?

Versuchen Sie, Ihre Sensibilität bewusster wahrzunehmen, und den Stressor ganz genau zu identifizieren, um die Situation besser zu bewältigen und Gegenstrategien zu entwickeln.

  • Haben Sie Mühe, mit klarer Kommunikation im digitalen Zeitalter, mit der remote Arbeit und der Mitarbeiterführung, mit Kritik umzugehen, oder mit wenig Anerkennung zu arbeiten?
  • Kommen Sie bei einer verletzenden Bemerkung ins Grübeln?
  • Jammern Sie oft über eine konkrete Situation?

Jammern etwa erzeugt Stress und schadet langfristig der eigenen Einstellung zum Job. Man vergeudet viel Energie damit und begibt sich in eine Opferrolle, in der man bald nicht mehr handlungsfähig ist und resigniert. Man fühlt sich wie in einem Spinnennetz gefangen, und es kommt zu:

  • Verstärkung der negativen Gefühle wie Hilflosigkeit, Wut oder Hoffnungslosigkeit
  • Konzentration auf Negatives statt einer positiven Sicht auf Dinge, die gut funktionieren
  • Beschränkung der eigenen Wahrnehmung in der spezifischen Situation
  • Verhinderung von positivem Denken sowie eines positiven Blicks in die Zukunft

Reflektieren Sie über Ihre Gefühle und die Stressreaktionen in Ihrem Körper, um zu verstehen, was sie wirklich verletzt oder stört.

Entdeckung der Entschleunigung

Ich lade Sie in der Osterzeit ein, das Verlangsamen auszuprobieren. Verlangsamen unterstützt Sie dabei, Gewohnheiten und täglichen Stress zu durchbrechen. Es ist eine Gelegenheit, sich selbst zu beobachten und festzustellen, dass Sie sehr oft nicht handeln, sondern nur reagieren. (Fremdbestimmt statt selbstbestimmt)

Nehmen Sie ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse und ihren Körper wahr. Entdecken Sie die Entschleunigung für sich. Achten Sie darauf, in Ruhe zu essen, zu kochen, zu lachen, tag zu träumen, nach zu denken, eine Pause einzulegen, zu meditieren oder eine Siesta zu machen.

Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit. Daher ist es notwendig, die kleinen Momente des Tages zu genießen. Dies erfordert Langsamkeit, Aufmerksamkeit und Bewusstsein.

Verlangsamen ist ein Gefühl, welches Ihnen hilft, besser im hier und jetzt zu leben, die Gegenwart in Ruhe zu erleben und ihre Widerstandsfähigkeit stärkt.

  • Was benötigen Sie um zu Entschleunigen?
  • Womit können Sie anfangen, zu entschleunigen?
  • Was hilft Ihnen am besten, gelassen zu sein?

Die eigenen Prioritäten kennen, um Stress zu reduzieren

Verlangsamung hilft Ihnen, ihre Prioritäten zu definieren, den Alltag klarer zu sehen und ihr Leben zu vereinfachen. Es bedeutet, die Kontrolle über ihr Leben zurückzuerobern, indem Sie das Wichtigste wahrnehmen und darüber reflektieren, um ihre Lebensqualität zu verbessern.

Um mit der Verlangsamung zu beginnen, ist es wichtig, die eigenen Prioritäten zu erkennen. Von all den Dingen, die Sie tun und tun müssen:

  • Was ist wichtig?
  • Was ist nicht unbedingt notwendig?
  • Was können Sie neu anordnen, ändern, löschen?

Das Kennen der eigenen Prioritäten ist erforderlich, die Auswahl der Wünsche ist unerlässlich. Es ist Zeit für die notwendigen Verzichtserklärungen. Probieren Sie tief in Ihrem Inneren zu fühlen, was für Sie notwendig und wichtig ist. Entscheiden Sie nicht nur mit dem Kopf, geben Sie auch ihren Gefühlen das Mitspracherecht. Mit dem Credo „Mach weniger, aber mach es besser“, erlauben Sie sich, die Dinge langsamer anzugehen.

Die Entschleunigung bedeutet Fühlen und erlaubt uns, vieles in Frage zu stellen. Öffnen Sie Ihr Bewusstsein für dieses spannende Thema. Beginnen Sie mit kleinen Schritten, um die Momente des Lebens besser wahrzunehmen, zu genießen, ihren Lebensrhythmus und ihre innere Ruhe wiederzufinden.

Menschen, die ihre eigenen Handlungen nie hinterfragen, geraten immer wieder in die gleichen Situationen. Sorgen Sie heute für sich selbst und ihr Wohlbefinden vor, damit es Ihnen morgen gut geht!

Fazit

Um gelassener zu sein, ist die Veränderung Ihrer Einstellung gegenüber den bisherigen Stressfaktoren relevant. Damit übernehmen Sie wieder die Eigenverantwortung in Ihrem Leben und geben anderen weniger Macht über Sie.

Was können Sie tun? Mit professioneller Begleitung und Beratung können Sie dem drohenden Burn-out in einer frühen Phase entgegensteuern und Auswege aus ihrer erschöpfenden Situation finden. Sie lernen, Belastungen abzubauen, Entschleunigung entdecken und Ihre Ressourcen zu stärken.

Claudine Pirkner, Unternehmensberaterin, Leadership Coach und Resilienztrainerin

Willkommen in unserem Blog - ein kreativer Impuls für Ihre berufliche Neuorientierung.

Unser Angebot

Wir bieten Beratung, Business Coaching und Training an. Wir arbeiten mit Ihnen gemeinsam, in einem vertraulichen Setting, an der Realisierung Ihrer beruflichen Ziele und Wünsche.

Weitere Blogartikel