Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie den Begriff Veränderungskompetenz hören?
Wer in Ihrem Umfeld verkörpert Veränderungskompetenz am besten?
Mir kam als Erstes Barbapapa in den Sinn, eine Figur aus den 1970er Jahren.
Das mag zunächst weit hergeholt erscheinen, angesichts des rasanten technologischen Fortschritts und der mitunter unrealistischen Anforderungen, die Unternehmen an ihre Mitarbeitenden stellen, wäre die Fähigkeit, sich wie die Barbapapas anzupassen, jedoch eine perfekte Lösung, um sich in einer unsicheren Welt zurechtzufinden.
Welche Veränderungskompetenz haben die Barbapapas?
Die Barbapapas sind flexibel, neugierig und anpassungsfähig. Sie sind außerdem wohlwollend und engagieren sich für eine positive Erziehung. Sie zeichnen sich durch starke weibliche Charaktere aus und neigen dazu, „ihren Teil” auf dem Planeten Erde beizutragen.
Wie können wir uns in der Arbeitswelt von den Barbapapas inspirieren lassen?
So wie sich Barbapapa verwandeln kann, um Herausforderungen zu meistern, können sich Teams anpassen, wenn ihre Führungskräfte eine Wachstumsmentalität an den Tag legen und von automatischem zu adaptivem Denken übergehen.
Barbapapa kann:
♦ sich neu formen → Teams können sich anpassen
♦ experimentieren → kleine Experimente entwickeln Mut
♦ anderen helfen → Zusammenarbeit, gemeinsame Gestaltung und gegenseitige Unterstützung
Als Leadership-Coach und Resilienz-Trainerin, die seit Jahren mit großen Unternehmen zusammenarbeitet, habe ich immer wieder erlebt, dass Veränderungen oft mit Skepsis, Angst und Widerstand begegnet werden.
Die Mitarbeiter fühlen sich überfordert und die Prozesse erscheinen undurchsichtig. Das macht es schwierig, Dinge in Gang zu bringen. Veränderungskompetenz ist heutzutage in der Arbeitswelt wichtiger denn je.
In solchen Situationen ist jedoch genau das Führungsgeschick gefragt. Bei Veränderungskompetenz geht es nämlich nicht nur um die Umstrukturierung von Prozessen, sondern auch darum, Menschen zu befähigen, sich selbst und die Organisation weiterzuentwickeln.
Im Folgenden finden Sie sechs Möglichkeiten, wie Führungskräfte die Veränderungskompetenz in ihren Teams fördern können:
🔶 Reflexion: Schaffen Sie Raum für konstruktives Feedback.
🔶 Fördern Sie Neugierde, indem Sie Fragen stellen, anstatt sofort Lösungen anzubieten.
🔶 Fördern Sie eine Fehlerkultur – verstehen Sie Misserfolge als Chance und lernen Sie daraus.
🔶 Co-Kreation und Zusammenarbeit: Beziehen Sie die Mitarbeitenden aktiv ein, bauen Sie Vertrauen auf und setzen Sie auf kollektive Intelligenz.
🔶 Sinn und Orientierung: Machen Sie die Bedeutung von Veränderungen durch bessere Kommunikation deutlich.
Ermutigen Sie die Menschen, Dinge auszuprobieren und ihre adaptive Intelligenz auf der Grundlage der sechs Dimensionen des neurokognitiven Ansatzes zu entwickeln.
Meiner Erfahrung nach und laut verschiedenen psychologischen Studien ist die Angst vor Veränderungen eine normale menschliche Reaktion, da wir Gewohnheitstiere sind. Das hindert den Menschen jedoch nicht daran, seine Veränderungskompetenz kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Eine Metamorphose in der Führung ist jedoch notwendig, um diese Angst durch aktives Zuhören im Laufe der Zeit in Vertrauen, Motivation und Wachstum zu verwandeln.
🔶 Welche Erfahrungen haben Sie mit großen Teams gemacht, wenn Veränderungen auf Widerstand stoßen?
🔶 Wieviel Veränderungskompetenz benötigt Ihr Team?
🔶 Mit welchen Methoden motivieren Sie Ihre Mitarbeiter effektiv?
Veränderungskompetenz ist keine kurzfristige Maßnahme, sondern eine Haltung, die sich in einem Team entwickelt, wenn Führungskräfte konsequent als Vorbilder, Coaches und Wegbereiter agieren.
Veränderungskompetenz stärkt die Widerstandsfähigkeit Ihres Teams und hilft ihre Mitarbeiter unsichere Zeiten besser zu meistern.



